Artikel: Netzwerkthermometer

Netzwerkthermometer - ein Überblick

Ein Netzwerk-Thermometer mit RJ45-Ethernet-Anschluss ermöglicht die ständige Überwachung von Umgebungstemperaturen. Somit bieten Netzwerk-Thermometer eine der kostengünstigsten Lösungen, um die Sicherheit Ihres Firmennetzwerks zu gewährleisten.

Wozu benötige ich ein Netzwerk Thermometer?

Netzwerk-Thermometer, auch als RJ45-Ethernet Thermometer bekannt, sind kostengünstig, robust und benötigen keine Wartung. Das Motto lautet ’plug in and forget’, was heißt, dass das Thermometer nach einer einfachen Installation, zuverlässig Temperaturen in gewünschten Räumen oder Bereichen misst ohne zusätzliche Kosten zu verursachen. Ein Netzwerk-Thermometer macht sich mehr als bezahlt, sobald ein temperaturbedingter Ausfall Ihrer Geräte vermieden werden konnte.

Sollte es einmal zum Ausfall des Hauptservers durch Überhitzung kommen, können immense Kosten anfallen. Ebenso können zum Beispiel Festplatten beschädigt werden, verursacht durch ungewöhnlich hohe Temperaturen.

Computer sind nicht für heiße Umgebungstemperaturen gemacht. Das heißt, dass Computerausstattung wesentlich schneller altert, wenn sie heiß wird. Wer hat nicht schon einmal Unzuverlässigkeiten im Computerbetrieb in warmen Wetter festgestellt.

Lange Laufzeiten unter hohen Betriebstemperaturen können unvorhergesehene Störungen in Computeranlagen hervorrufen.

Als Faustregel gilt es zu beachten, dass Computer am zuverlässigsten laufen wenn sie unter idealen Umgebungsbedingungen unterhalten werden. Dass heißt, um die Lebensdauer ihrer Anlagen zu gewährleisten, dürfen diese nicht unter zu heißen Bedingungen laufen.

Warum macht es Sinn die Temperaturen im Serverraum zu messen?

Der Ort, an dem Temperaturprobleme am wahrscheinlichsten auftauchen, ist der Serverraum oder Datenzentrum. Grund ist, dass im Serverraumbereich eine Konzentration von stark wärmeabgebender Computerausrüstung vorliegt. Allerdings ist diese Computerausrüstung extrem geschäftskritisch. Serverräume sind häufig komplett von der Außenwelt abgeschirmt und sind deshalb oft völlig von der Kühlung durch die Klimaanlage abhängig. Jeder auch noch so kurzeitige Ausfall der Klimaanlage hat einen Temperaturanstieg im Serverraum zur Folge.

Frühwarnsystem

Ein Netzwerk-Thermometer, welches ständig die Temperaturdaten überwacht, kann Warnmeldung über zu heiße Temperaturen geben, rechtzeitig bevor der Schaden entsteht. Über die integrierte RJ45-Ethernet Schnittstelle ist es mit jedem Internet Browser möglich auf einer HTML-Seite die Temperatur abzulesen. Warnmeldungen können per SMS direkt auf’s Mobiltelefon geschickt werden oder können ihren Empfänger per E-Mail, Alarmsignal oder Software von Drittanbietern erreichen.

5 Temperaturverlauf

Ein weiterer Vorteil eines Netzwerk-Thermometers ist die Möglichkeit Trends oder Entwicklungen in den Temperaturdaten festzustellen. Das Ziel ist eine konstante Temperatur über einen längeren Zeitraum zu gewährleisten.

Die Überwachung von Temperaturschwankungen über einen längeren Zeitraum, ermöglicht die genauere Anpassung der Leistung von Kühlungsanlagen. Die Klimaanlage muss nur eingeschaltet werden, wenn sie benötigt wird, was hilft die Stromrechnung niedrig zu halten.

Fazit

Thermometer, die über einen RJ45-Ethernet-Anschluss am Netzwerk angeschlossen sind, bieten eine einfache, effizient und kostengünstige Lösung, um Sicherheitsvorkehrungen für Firmennetzwerk und –Computer zu schaffen.

Es lohnt sich, ein unabhängiges System zu haben, welches die korrekte Funktionsweise der Klimaanlage überwacht. Falls Sie für die Daten in Ihrer Firma verantwortlich sind, möchten Sie sich nicht auf den Hausmeister verlassen, um zu erfahren, dass die Klimaanlage ausgefallen ist. Ein kostengünstiges Netzwerkthermometer kann unabhängige Auskunft geben und Sie sofort benachrichtigen, wenn die Temperaturen einen gewissen Wert überschreiten.

Über den Author

Denis Lavery besitzt mehr als 12 Jahre Erfahrung in Netzwerkmanagement und –kommunikation. Denis beschäftigt sich mit Netzwerkmanagement seit den frühen DOS Tagen, als Produkttrainer und Technischer Author. Als Leiter der Qualitätssicherung hat er zum Beispiel das Hilfesystem für Packetyzer entwickelt. Im Jahre 2003, gründete er zusammen mit Jackes Hughes die Firma OPENXTRA, in welcher er die Rolle des Managing Directors erfüllt.